21.1. Ilmenau - Dresden 11:21 Uhr

Weißt du, eigentlich mag ich die Bahn sehr gern. Ich komme mit der Bahn in einigermaßen annehmbaren Zeiten von A nach B. Ich komme mit der Bahn (der Bahncard sei Dank) sogar zu annehmbaren Preisen von A nach B (In diesem Fall für 19€ mit IC/ICE nach Dresden). Mit keinem Verkehrsmittel reist man so entspannt wie mit der Bahn. In der Bahn kann ich mich zurücklehnen und entspannen. Wenn ich aufs Klo muss, geh ich aufs Klo. Muss ich mal die Beine ausstrecken, geht das auch. Bahnfahren ist nett. Man kann nette Menschen kennen lernen und sich die Zeit vertreiben.
Was ich hingegen nicht abkann ist die DEUTSCHE BAHN. Die macht Bahnfahren zur Katastrophe. Züge kommen zu spät, gar nicht, sind kaputt usw. Und das ganze, weil dumme BWLer den ganzen Konzern kaputtsparen. Den ganzen Ärger kriegen dann die Angestellten im Bahnhof ab oder die Zugbegleiter. Dabei sind das zumeist sehr kompetente, nette und engagierte Menschen. Ich will das erklären:
Meine Verbindung sah wie folgt aus:

11:21 Ilmenau (Erfurtbahn)
12:18 Erfurt

12:42 Erfurt (IC)
14:20 Leipzig

14:50 Leipzig (ICE)
16:04 Dresden

Es begann alles wie immer mit der Fahrt nach Erfurt. Die war diesmal irgendwie in nem anderen, nur einteiligen Zug, der auch innen komplett anders, vor allem bequemer war als sonst. Dann in Erfurt der Umstieg in den IC. Im Zug nicht weiter außergewöhnliche Menschen außer einer Frau mit zwei kleinen Hunden, denen Sie aus ihrer Flasche Wasser zu trinken gab (Find ich ja persönlich auch eher eklig).
Dann kam der Schaffner durch, hat die Fahrkarten kontrolliert. Habe ihn gefragt, wie ich die (hier bereits veröffentlichte) Meldung, dass sich der ICE verspäten würde, zu verstehen hätte. Er hat mir dann erklärt, dass er tatsächlich 1h später in Leipzig ankommen würde, ich aber den IC auf Gleis 14 um 14.24 Uhr nehmen könne, die Zugbindung sei aufgehoben. Ich würde dann 15.30 in Dresden ankommen. Da stell ich mir natürlich die Frage, warum zur Hölle mir die Verbindung nicht von Anfang an angeboten wurde, wo ich doch 30min Zeit spare?!
In Weißenfels zehnminütiger Aufenthalt. Taugt zum Rauchen. In Leipzig sind wir pünktlich angekommen und ich konnte in den IC nach Dresden steigen. Im IC dann erstmal eine Currywurst gegessen, Schinkenkäse-Baguette war leider aus :(
Currywurst ging so, bisschen lapprig.
Bei der Fahrkartenkontrolle hab ich mein Ticket nicht gleich gefunden.  Der Schaffner ist weitergegangen und meinte, er kommt gleich nochmal wieder. Ist dann aber einfach an mir vorbeigelaufen o.ô
Ungefähr in Oschatz war dann wieder mal was kaputt und wir hielten. Das aber auf einem angeschrägten Bahndamm in der Kurve, mit gefühlten 20° Schräglage.
Nach 5 min ging es dann aber auch wieder weiter. Kurzer Stopp in Riesa. Dann Ausstieg Dresden Hauptbahnhof. Aus dem Bahnhof raus und zu Fuß immer gerade aus bis zum Albertplatz. Das war der einzige Nachteil zum ICE, weil der hätte in Neustadt gehalten, was für mich 5 min Fußweg bedeutet hätte. So musste ich eine halbe Stunde durch's regnerische und - wie ich finde - hässliche Dresden, an der Synagoge vorbei über die Elbe und noch ein Stück weiter latschen.
Der Abend war gut und deswegen das alles Wert. Am nächsten Morgen mit der RE um 11:20 Uhr mit Freunden und zwei Sachsentickets nach Leipzig. Das Ganze dauerte diesmal 1,5h weil der Zug in jedem Kaff hielt. Auch gut; hatte ich genug Zeit um Hausaufgaben für die Uni zu erledigen.

Auf die Ohren gab es übrigens Hoaxilla #24 - Süßstoff des Todes und Wrint, außerdem BOY, Jan Delay, Mono & Nikitaman, A Guy Called Gerald und was weiß ich noch.

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